Piraten: Erste Reederei meidet den Suez-KanalKopenhagen/Berlin (dpa) - Der dänische Reederei-Konzern A.P.Møller-Maersk hat ab sofort aus Furcht vor Piraten den Kurs seiner Tanker auf dem Weg nach Asien geändert.![]() Die Reederei Maersk will künftig das durch Piraten gefährdete Gebiet um das Horn von Afrika meiden. (Symbolbild) (mehr...) ©dpa-info.com GmbH Wie ein Unternehmenssprecher am Freitag in Kopenhagen bestätigte, dürfen die betroffenen Schiffe nicht mehr den Suez-Kanal und den sich anschließenden Golf von Aden benutzen, wenn sie zwischen Europa und Fernost verkehren. Stattdessen müssen sie den um ein Vielfaches längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung am südlichen Zipfel Afrikas nehmen. Aktueller Anlass ist die Kaperung eines Supertankers vor der Küste von Somalia mit Öl im Wert von 100 Millionen Dollar an Bord. Wegen der explosiven Zunahme der Überfälle von Piraten sei die Nutzung der Route durch den Suez-Kanal nur mit Eskorte von Kriegsschiffen möglich, betonte Maersk weiter. Das dänische Unternehmen betreibt die größte Containerflotte der Welt und schickte bisher mehr als 100 Schiffe pro Monat durch den Suez-Kanal. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) hat bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine weitere Beteiligung Deutschlands am internationalen Kampf gegen die Piraten vor Somalias Küste zugesagt. Für den Umgang mit Piraten brauche die internationale Gemeinschaft einen klaren Operationsplan, betonte Jung am Donnerstag in New York. Zunächst wolle man aber eine nationale Rechtsgrundlage schaffen. Politiker von SPD und FDP sehen dagegen überhaupt keinen Regelungsbedarf für einen Anti-Piraten-Einsatz der Bundeswehr am Horn von Afrika, da dieser bereits rechtlich gedeckt sei. Quelle: dpa-info.com GmbH
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